Ist Schönheit eine Frage der Zeit?

Der Schönheitsbegriff an sich oder die Frage, was schön ist, ist eine Frage, die seit Langem nicht nur noch Frauen beschäftigt. Seit jeher wird von der Gesellschaft festgelegt, was schön ist und was nicht. Dabei geraten besonders Frauen in den Fokus. Ein Schönheitsideal wird heute in Fernsehwerbungen, Zeitschriften und auch von Frauen selbst definiert. Während es vor 240 Jahren noch Schriftsteller wie Christoph Martin Wieland waren, die das Schönheitsideal von Männern und Frauen bestimmt und vor allem beschrieben haben.

Schönheitsideal der Antike als Vorbild

Wielands Schönheitsbegriff, der hier nur kurz angesprochen wird, konzentriert sich vor allem auf das Vorbild der antiken Schönheit. So hat er in seinem Text „Gedanken über die Ideale der Alten“ ein Schönheitsideal beschrieben, dass vor allem von den äußeren Umständen, in denen die Menschen gelebt haben, abhing. Diese Umwelteinflüsse und Bedingungen bestimmten, ob man schön ist, bzw. bleibt. Die Griechen waren daher ein Vorbild für Wielands Schönheitsbegriff, da ihre äußeren Umstände genau richtig waren, um Schönheit hervorzubringen. Heißt aber nicht, dass sie vollkommen waren. Denn im Gegensatz zu heute, zeigt Wieland auf, dass es eine ideale Schönheit nicht geben kann, denn kein Mensch ist vollkommen und kann es je werden. Aber nicht nur die alten Griechen konnten dieses angestrebte Ideal erreichen: vieles hing bei Wieland von den Umwelteinflüssen ab, so wäre genauso gut auch bei Deutschen, Franzosen etc., Schönheit möglich gewesen.

Schönheit heute

Auch wie Schönheit heute definiert wird, ist ein Themenbereich, dessen Ausmaß fast unermesslich ist. In den letzten Jahren hat sich ein Trend nach Andersartigkeit durchgesetzt. Zwar ist es immer noch so, dass hauptsächlich Models dem Ideal der Gesellschaft entsprechen. Allerdings setzen sich auch Frauen, bzw. Männer durch, die durch Makel auffallen. Obwohl der Begriff Makel hier kritisch betrachtet werden muss, da es nur ein Makel nach dem „alten“ klassischen Schönheitsideal ist. So zeigt sich ein Trend, der nicht nach Perfektion strebt und dass dieser vor allem Frauen den Druck nimmt. Denn was man sicher sagen kann, ist, dass Schönheit ein subjektives Erlebnis ist und niemand Schönheit festlegen kann. So zeigt sich doch gerade an der Ballerina di Goethe, dass Schönheit vor allem mit absoluter Sicherheit zeitlos ist.

 

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Anna-Sophia Laubersheimer

 

Ich blicke auf Rom…

 
…durch die Augen von Wieland: als Ort, dessen Vorbildcharakter für die Literatur keinem anderen gleicht. Das antike Rom als Schöpfer von Künstlern und Gelehrten, deren Werke uns bis heute, vor allem durch die Arbeit von Wieland, inspirieren.

 

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